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Das ehemalige Jüdische Kinderheim in der Fehrbelliner Straße 92

Mit einer Dauerausstellung möchten wir Erinnerungen an den Alltag der Kinder, die hier gelebt haben, erhalten und zugleich an das jüdische Leben in unserem Stadtteil erinnern.

Die meisten Fotos der Ausstellung stammen von Abraham Pisarek (1901-1983). Er war ein bekannter Theaterfotograf und als Jude während des Nationalsozialismus mit einem Berufsverbot belegt. So kam es, dass sein fotografisches Arbeiten in dieser Zeit auf das jüdische Leben konzentriert war. In kurzen, begleitenden Audioaufnahmen erzählen wir die Geschichte des ehemaligen Jüdischen Kinderheimes nach – so, wie sie uns von Überlebenden berichtet wurde. Sie erzählen, unser Haus war ein Ort der Geborgenheit und Zuwendung in schrecklicher Zeit.

Interessierte sind herzlich eingeladen, uns in der Fehrbelliner Straße 92 zu besuchen und die Ausstellung in der zweiten Etage zu besichtigen.

Erzählungen über das Jüdische Kinderheim

In den vergangenen zwanzig Jahren haben wir Geschichten und Erinnerungen von Zeitzeug*innen an das Jüdische Kinderheim zusammengetragen. In kurzen Audio-Beiträgen möchten wir diese mit Interessierten teilen.

Unser Dank gilt: Ruth Gross, die uns das Fotoarchiv ihres Vaters Abraham Pisarek zur Verfügung gestellt hat, und Inge Franken (†2012), die die Erforschung der Geschichte unseres Hauses maßgeblich vorangetrieben hat. Vor allem möchten wir den Zeitzeuginnen danken, die zu uns gekommen sind und ihre Geschichten und Schicksale mit uns geteilt haben.